Anbetung
Jesus fragt nicht:
«Was hast du heute geleistet?»
Er fragt:
«Warst du bei mir?
Hast du mir dein Herz geöffnet?»
Und genau das tun wir, wenn wir vor ihm still werden.
Die eucharistische Anbetung hat tiefe Wurzeln
Die Eucharistische Anbetung hat eine lange Tradition in der Kirche und eine starke theologische Begründung:
• Realpräsenz Christi:
Wir glauben, dass in der Eucharistie Jesus selbst gegenwärtig ist nicht nur symbolisch, sondern wirklich.
• Biblische Grundlage:
Schon in der Bibel wird das Verweilen vor Gott beschrieben: «Bleibt in mir und ich bleibe in euch.» (Joh 15,4)
Maria von Betanien sitzt zu Jesu Füssen (Lk 10,39).
Auch im Psalm 27 heisst es: «Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.»
• Antwort auf Gottes Liebe:
In der Eucharistie vergegenwärtigt sich die Selbsthingabe Jesu am Kreuz.
Unsere stille Anbetung ist eine Antwort der Liebe und des Dankes.
• Fortsetzung der Eucharistie:
Die Anbetung ist eine Vertiefung der Messe. Dort empfangen wir Jesus, in der Anbetung verweilen wir bei ihm.
• Kirchliche Tradition:
Seit dem Mittelalter kennt die Kirche die Aussetzung des Allerheiligsten zur Anbetung.
Der Katechismus sagt ausdrücklich: «Christus soll auch ausserhalb der Messe angebetet werden.» (KKK 1378)
Herzliche Einladung
Vielleicht nehmt ihr euch eine Stunde Zeit, um in der Stille vor Gott zu verweilen.
Denn wer vor dem Herrn still wird, öffnet ihm sein Herz und wird reich beschenkt.


